Ein Dankeschön an alle Mütter!

Heute ist Muttertag! Der Tag, an dem alle Kinder (und sind wir nicht alle Kinder ;-)) einmal Danke zu unseren Müttern sagen, für alle die kleinen und großen Erledigungen und alltäglichen Aufgaben, die schier unaussprechliche Kraft und Energie, die in einem Mama-Dasein für ihre Kinder so über die Jahre aufgebracht werden muss. DANKE! Liebe Mamis, lasst es Euch gut gehen heute und genießt Euren Ehrentag!

Und für alle, die wissen wollen, wie es eigentlich zu diesem Tag kam, gibt es hier eine kleine Geschichtsstunde.

Wie alles begann – Die Entstehungsgeschichte des Muttertags

Der Ursprung des Muttertags liegt in den USA und geht auf die amerikanische Frauenbewegung Mitte des 19. Jahrhunderts zurück.

Als „Mutter des Muttertags“ gilt die US-Amerikanerin Ann Marie Reeves Jarvis (1832 – 1905). Im Jahre 1858 gründete die wohltätig engagierte Pastoren-Ehefrau die so genannten „Mothers Days Works Clubs“, die unter anderem sanitäre Missstände in der Arbeiterschicht beseitigen sollten, um die Gesundheit zu fördern und dadurch die damalig sehr hohe Kindersterblichkeit zu minimieren. Durch Spenden konnten die Clubs Medizin für kranke Mütter kaufen und Haushaltshilfen für deren Familien organisieren.

Während des amerikanischen Bürgerkriegs organisierte Ann Jarvis 1865 die „Mother`s Friendship Days“ (Mütter-Freundschaftstage). Verwundete Soldaten beider Seiten sollten von ihren Müttern mit dem Notwendigsten versorgt werden. Selbst nach dem Bürgerkrieg richtete Ann Jarvis für Mütter beider gegnerischen Lager Treffen ein und machte sich stark für die Einrichtung eines Muttertags als Feiertag für Pazifismus (Frieden) und sozialem Einsatz.

Parallel dazu machte sich die amerikanische Schriftstellerin und Frauenrechtlerin Julia Ward Howe 1870 mit ihrer „Mother`s Day Proclamation“ für den Muttertag stark. Ihr Ziel war es, mit der Einführung dieses Feiertags gegen den Krieg zu protestieren und zu verhindern, dass die Söhne im Krieg für das Vaterland geopfert wurden.

 

Amerika führt als erste Nation den Muttertag ein

Die offizielle Anerkennung des Muttertags erreichte allerdings erst die Tochter von Ann Marie Reeves Jarvis, Anna Marie Jarvis im Jahre 1914. Zuvor hatte sie zum Todestag Ihrer Mutter (am 2. Sonntag im Mai 1908) 500 Nelken, die Lieblingsblumen ihrer Mutter, an die Gemeinde verteilt – rote zu Ehren der lebenden Mütter und weiße zu Ehren der Verstorbenen.

Muttertag

Sie griff das Erbe ihrer Mutter auf und kämpfte seitdem in der Politik und Kirche, vor allem in ihrer methodistischen Glaubengemeinschaft und in der Frauenbewegung, für die offizielle Einführung des Gedenktags für die Mütter.

Nachdem zahlreiche US-Staaten in den Jahren 1908 bis 1914 bereits den Muttertag feierten, erklärte der amerikanische Kongress 1914 den 2. Sonntag im Mai als nationalen Feiertag.

Von den USA aus kam der „Mothering Day“ nach England und verbreitete sich bis 1924 in zahlreiche europäische Länder.

 

Die Entwicklung in Deutschland

In Deutschland wurde der Muttertag ab 1922 ganz unpolitisch und getrieben von der Blumenindustrie etabliert. Blumenwünsche, Veranstaltungen und Muttertagspoesie prägten das neue Bild dieses Gedenktages.

Die Nationalsozialisten machten sich die Grundidee des Mutter-Gedenktages im Sinne ihrer germanischen Herrenrasse zueigen. Gefördert durch die Ideologie der deutschen Mutter, die dem Volke ganz heldenhaft gesunden Nachwuchs schenkt, wurde der Muttertag in Deutschland 1933 offiziell als „Ehrentag deutscher Mütter“ am 3. Sonntag im Mai eingeführt, ab 1939 das Ehrenkreuz der Deutschen Mutter verliehen.

Seit 1949 wird der Muttertag in der Bundesrepublik wieder am 2. Maisonntag gefeiert, allerdings seitdem ohne gesetzliche Festlegung durch die Regierung. Eine Sonderstellung hinsichtlich des Ladenschlussgesetzes genießt jedoch der Blumenhandel an diesem Tag.

Seitdem nahm die Kommerzialisierung des Muttertags ihren Lauf. Die Floristen erzielen an diesem Tag den größten Umsatz im Jahr, noch weit vor dem Valentinstag.

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