Die Magie des Waldes

Kennt Ihr auch diese Momente, in denen man sich einfach wegträumt aus dem Alltag? Die Welt da draußen mal kurz sich selbst überlässt und sich von einem auf den nächsten Augenblick in einer imaginären Märchenwelt wiederfindet? Mir geht es so bei Waldspaziergängen. Oh Verzeihung, „Waldbaden“ heißt das ja heutzutage. Der Trend aus Japan, der dort bereits vom Gesundheitswesen als anerkannte Stressmanagement-Methode gefördert wird, hält seit einiger Zeit auch hierzulande Einzug. Unzählige Bücher rund um das Thema “Waldbaden” und “Natur erleben” sind in den letzten Wochen erschienen.

 

Kinder im Wald

Ich habe keines dieser Bücher gelesen. Ich habe schon als Kind unzählige Stunden im Wald verbracht, auf der Suche nach Elfen und Kobolden. Gefunden habe ich nie welche, dafür viele andere Lebewesen, die nicht minder interessant waren. Von Igeln über Schlangen, Mäuse, Vögel, Insekten bis hin zu bezaubernden Glühwürmchen. Nun ja, zumindest im Dunklen haben uns die unscheinbaren Käfer verzaubert. Und in wie viele Ameisenhaufen ich damals getappt bin… Ich habe damals schon gespürt, dass der Wald heilsam sein kann, hat er doch alle kleinen und großen Sorgen eines pubertierenden Teenagers einfach so weg gepustet wie der Wind durch die Blätter der Bäume.

 

Ein bisschen Achtsamkeit im Alltag

Und ich glaube noch heute fest an die Kräfte der Natur: Im Frühling, wenn man von Tag zu Tag sehen kann, wie sich jede einzelne Blüte und jedes neue Blatt aus dem Winterschlaf rollt und entfaltet. Im Sommer, wenn die warmen Sonnenstrahlen sanft durch das Blätterdach hindurch scheinen und die Atmosphäre zu jeder Tageszeit in ein ganz besonderes Licht hüllen. Im Herbst, wenn die Farben dieser Jahreszeit ihre ganz Pracht zeigen und wir auf Schatzsuche nach Glückspilzen gehen. Und im Winter, wenn der Schnee auf dem Boden glitzert und Eiskristalle an den Zweigen uns an einen verwunschenen Ort erinnern. Wenn wir uns einlassen auf das, was uns die Natur zeigt und mit ein bisschen Achtsamkeit durch den Wald gehen, werden wir feststellen, dass uns bereits der erste Schritt auf dem Waldboden rausholt aus dem Alltag, mitnimmt in eine andere Welt, fernab von Sorgen und Stress.

 

Wald - Ort der Inspiration

 

Ort der Inspiration

Und mit jedem weiteren Schritt erlaubt uns die Natur, tiefer einzutauchen in eine Welt, die so viel größer und älter ist als alles von Menschen Erschaffene. Die ihre eigenen Gesetze hat und wahrscheinlich genau deshalb so fasziniert. Und inspiriert. Und heilt… Studien zeigen, dass Waldspaziergänge Stresshormone abbauen und Wut und Ängste mindern können. Wir bekommen neue Energie, unsere Vitalität steigt. Weil wir uns abseits von Verpflichtungen, Arbeit und der ständigen Erreichbarkeit bewegen. Weil wir Sauerstoff tanken. Entschleunigen und bewusster, achtsamer werden. Vielleicht, weil wir im Wald neue Ideen und Lebensfreude gewinnen. Oder spüren, dass wir mit allem in Verbindung stehen… mit dem Universum. Was auch immer es ist, für mich war und ist etwas Magisches.

Und so gehe ich auch heute bei jeder Gelegenheit in den Wald, tauche ein in diese andere Welt und glaube fest daran, dass sich hinter so mancher Wurzel ein Kobold versteckt und mir mit jedem Blatt, das sich im Wind bewegt, eine Elfe zuwinkt. Lasst auch Ihr Euch verzaubern!

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