Be my Valentine!

Am 14. Februar wird alljährlich der Valentinstag zelebriert, weltweit gefeiert als der Tag der Liebenden. Zur großen Popularität haben in der Vergangenheit vor allem Floristen und die Schokoladenzunft mit ihrem immer größer werdenden Angebot und eigens für diesen Tag kreierten Angeboten beigetragen. Und natürlich wittern heutzutage auch Parfümerien, Geschenkboutiquen und sogar die Lebensmittelindustrie das große Geschäft zu diesem verkaufsträchtig Tag, der Weihnachten und Ostern mittlerweile in nichts mehr nachsteht. Dabei hat der Valentinstag eine weitreichende Geschichte, die uns bis ins 3. Jahrhundert n. Chr. zurückführt.

Von Enthauptungen und Liebesorakeln

Der Legende nach hat Bischof Valentin von Terni Verliebte christlich getraut, so auch Soldaten, denen die Ehe nach kaiserlichem Befehl verwehrt wurde. Kaiser Claudius II. ließ den Bischof daraufhin am 15. Februar 269 n. Chr. enthaupten. Der 15. Februar fiel im alten Rom auf das Fest der Juno, Frau des Jupiter und Schutzpatronin der Ehe, an dem junge Frauen Liebesorakel befragten und junge Männer per Los ihre Liebste aus dem Kreise der unverheirateten Mädchen auswählten. Dieses römische Brauchtum hat sich im Laufe der Zeit mit der Geschichte des christlichen Märtyrers Valentin vermischt und führte im England des 15. Jahrhunderts zu der Urversion des heute so populären Brauchs, Blumen und Liebesgedichte zu verschenken.

Über England und USA tritt der Valentinstag seinen Siegeszug an

Englische Auswanderer brachten die Idee des Valentinstags mit in das neu entdeckte Amerika, wo er über die Jahrhunderte hinweg bis heute Bestand hält. Gerade in den USA ist der Valentinstag nebenWeihnachten der zweite große Festtag im Jahr, ein Tag des Schenkens und Beschenkt-Werdens. Alles dreht sich um die Frage „Will you be my Valentine?“. Stolz und glücklich darf sein, wer ein Valentins-Date hat. Im heutigen England werden Valentinspaare sogar gelost, um sich dann gegenseitig mit Gedichten und Geschenken beglücken.

H0-Helden-Herzdame (Copyright: Andy Ilmberger)

Ein Tag für die Liebe

Es dauerte bis in die späten 1940er Jahre, als US-Soldaten den Brauch rund um die Liebe nach Deutschland brachten und der Valentinstag hierzulande 1950 offiziell eingeführt wurde. Seitdem steht der 14. Februar ganz im Zeichen der Liebenden. Doch muss man schon sehr genau suchen, um ein Geschenk für seine(n) Liebste(n) zu finden, das zwar himmlisch ist, den Geldbeutel dennoch vor der Hölle bewahrt. Denn Medienwerbung und Rosenkavallerie übermitteln uns stets das Gefühl, dass die Intensität der Liebe im direkten Zusammenhang mit der Höhe des Geschenkpreises steht. Allerdings machen es einem die Händler auch nicht schwer, für sichtbar wenig Geschenk einen Haufen Geld loszuwerden. Wie schön erscheinen mir da doch die kleinen beschaulichen Dinge… ein romantisches selbst zubereitetes Candle-Light-Dinner, ein Ausflug ins Grüne, eine Verwöhnmassage oder gemeinsame Zeit verbringen mit einem Glas Wein und dem Betrachten alter Urlaubsfotos. Dinge, die man lange nicht mehr gemacht hat und nie Zeit dafür hat. Und die einfach guttun und die Seele entspannen.

Ich wünsche Euch einen wunderschönen, entspannten Valentinstag mit Euren Liebsten und lasst es Euch gut gehen!

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