Entspannung mit Klängen

Mit Klängen tiefe Entspannung erfahren

Klänge sind Schwingungen. Sie erreichen uns über das Ohr, also den Hörsinn, aber auch durch das Spüren der Schallwellen im Körper. Wie beruhigend Klänge sein können, erfahren wir meist schon im Kindesalter, wenn uns die Eltern zum Trösten oder Einschlafen ein Lied vorsingen oder summen.

Klangschale mit Orchideenblüte

Heutzutage entspannen viele Menschen bei den Klängen von Klassischer Musik, Entspannungs- oder Meditationsmusik. Wir genießen die Ruhe und Sanftheit, die von diesen Klängen ausgeht.

Eine andere, vielleicht noch tief greifendere Möglichkeit ist die Entspannung mit Klangschalen. Klangschalen erzeugen je nach Größe und Beschaffenheit der Schale lang anhaltende obertonreiche Klänge.

Versetzt man Klangschalen durch sanftes Anschlagen in Schwingung, breiten sich die Schallwellen in der Luft wellenförmig in alle Richtungen aus. Wir nehmen die Schwingung als Ton wahr. Je näher die Klangschale nun am Körper angeschlagen wird oder dabei sogar auf dem Körper steht, etwa bei einer Klangschalenmassage, desto mehr können wir die Schwingungen auch fühlen. Sie breiten sich im Körper aus, der zu 75% aus Flüssigkeit besteht – ähnlich wie Wasser konzentrische Kreise bildet, wenn man einen Stein hinein wirft.

Tiefe Töne von größeren Klangschalen wirken sehr beruhigend, schenken ein Gefühl von Geborgenheit, Erdverbundenheit und Angekommensein. Höhere Töne von kleineren Klangschalen dagegen fordern unseren Geist auf, hinzuhören und wahrzunehmen. Sie schaffen neue Räume, Alltagsgeräusche und die damit einhergehenden Gedanken und Emotionen treten in den Hintergrund. Dies gibt uns die Möglichkeit, neue Kraft zu tanken und unsere Energiereserven aufzufüllen. Wir kommen in Einklang.

Klangmeditation

Klangmeditation im FreienLassen Sie sich von den Klängen der Klangschalen einladen und gehen Sie auf eine Reise in Ihr Inneres. Erleben Sie tiefe Entspannung, Harmonie und Wohlbefinden in einem einzigartigen Klangraum.

Klangreisen

Phantasiereisen und Meditations-Texte werden mit Klängen von Klangschalen, Gongs, Zimbeln, Kalimba und weiteren Klangspielen unterlegt. Worte und innere Bilder werden durch Klänge besser transportiert, gleichzeitig erhalten die Klänge durch gesprochene Worte eine ganz eigene Bedeutung, was eine Klangreise zu einem ganz besonderen Erlebnis macht.

 

 

 

Autogenes Training

Was ist Autogenes Training?

Autogenes Training ist ein autosuggestives Entspannungsverfahren, mit dem eine tiefe sowohl körperliche wie auch seelische Entspannung erreicht werden kann. Mithilfe bestimmter Formeln lernen Sie, sich selbst in einen autogenen (griechisch: “autos” = “selbst”; “genos” = “üben”) Zustand zu versetzen – ähnlich der Selbsthypnose – und haben damit die Möglichkeit, körperliche und seelische Prozesse zu harmonisieren.

Der Nebel lichtet sich in den BergenDas Autogene Training wurde in den 1920er Jahren von dem Berliner Nervenarzt Johannes Heinrich Schultz (1884-1970) entwickelt, basierend auf seinen unter Hypnose erzielten Heilerfolgen psychosomatischer Erkrankungen, wie kriegsbedingten seelischen Störungen und Ängsten, die mit den damals bekannten medizinischen Methoden kaum heilbar waren. J. H. Schultz erforschte eine Form der Selbsthypnose, mit der seine Patienten die Möglichkeit hatten, ihre Selbstheilungskräfte auch außerhalb der psychotherapeutischen Behandlung zu aktivieren und positiv zu beeinflussen. Im Jahre 1924 begründete J. H. Schultz die endgültige Form des Autogenen Trainings, das heute zu den bekanntesten und am besten erforschten Entspannungstechniken zählt.

Wie funktioniert Autogenes Training und wie wirkt es auf Körper und Geist?

Das von J. H. Schultz entwickelte Programm (Grundstufe) basiert auf der Erkenntnis der Wechselwirkung zwischen Körper und Geist. So können Gemütszustände körperliche Reaktionen auslösen, wie beispielsweise Angst jemanden erzittern lässt und unruhig macht. Gleichzeitig können sich körperliche Zustände auf die Emotionen auswirken, z.B. bewirken Unruhe und Zittern Angst bzw. gehen Gelassenheit und Ruhe im Körper mit dem Gefühl von Wärme und Wohlbefinden einher.

Beim Autogenen Training konzentrieren Sie sich durch das Sprechen (im Geiste) bzw. Denken definierter Formeln auf körperliche und geistige Vorgänge wie innere Ruhe, das Gefühl von Schwere und Wärme. Auf körperlicher Ebene kann dadurch eine tiefe Entspannung der Muskeln und des Gefäßsystems erreicht werden, was Verspannungen lindern bzw. vorbeugen, die Durchblutung fördern und das Immunsystem stärken kann. Auf geistiger Ebene können die Wahrnehmung und Konzentration gefördert werden, innere Ruhe und Gelassenheit stellen sich ein und Alltagssituationen lassen sich leichter bewältigen. Stressbedingte Symptome wie Schlafstörungen, Nervosität, Kopfschmerzen, Bluthochdruck, Erschöpfung, Konzentrationsprobleme, Prüfungsängste und Magen-Darm-Probleme lassen sich mithilfe des Autogenen Trainings mildern. Das Autogene Training kann medizinische und psychotherapeutische Maßnahmen begleitend unterstützen (nicht ersetzen).

Auch das eigene Unbewusste lässt sich bis zu einem gewissen Grad erreichen, so dass Geübte mithilfe selbstformulierter formelhafter Vorsätze, Denk- und Verhaltensweisen positiv beeinflussen können. Unser Verhalten wird stark durch Vorstellungen geprägt. Man denke nur an die Wirkung der Werbung, die uns täglich überall umgibt und wie wir uns immer wieder davon zu bestimmten Handlungen verleiten lassen. Der Mensch hat mithilfe der Vorstellungskraft die Möglichkeit, sein Verhalten und seine Einstellungen durch Imagination zu ändern. Auf dieser Fähigkeit basiert die Arbeit mit Vorsatzbildungen.

Wie lernt man Autogenes Training am besten?

Das Autogene Training ist eine Form der Selbstentspannung, die durch einen äußeren Anstoß – quasi eine Aufforderung an den Körper – aus dem eigenen Inneren erwächst. Am besten erlernt man das Autogene Training in einem Kurs, der den Teilnehmern einen zwanglosen Austausch von Erfahrungen und der Kontrolle des eigenen Lernerfolgs ermöglicht. Im Kurs begegnen Sie Menschen mit einer ähnlichen Zielsetzung und können beim Training auftretende Fragen oder Probleme in der Gruppe und mit dem Kursleiter besprechen. Außerdem bietet Ihnen ein Kurs einen geschützten Raum, in dem Sie den Alltag einmal außen vor lassen und sich ganz viel Zeit für sich selbst nehmen können.

Ist die Grundform des Autogenen Trainings erst einmal gelernt, stellt regelmäßiges Üben in Eigenregie einen wichtigen und hochwirksamen Beitrag zur Erhaltung der eigenen Gesundheit dar.

 

Progressive Muskelentspannung nach E. Jacobson

Grundprinzip der Progressiven Muskelentspannung

Die Progressive Muskelentspannung, auch Progressive Muskelrelaxation (PMR) genannt, wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts von dem amerikanischen Arzt Edmund Jacobsen entwickelt und ist heute neben dem Autogenen Training eine der bekanntesten und wissenschaftlich gut erforschten Entspannungstechniken. Es handelt sich um eine Methode zur Selbstentspannung, die sehr leicht erlern- und anwendbar ist.

Bäume ragen in den blauen HimmelEdmund Jacobson (1888-1983) untersuchte in den 1920er Jahren den Zusammenhang zwischen psychischer Anspannung und Verspannungen der Muskulatur und stellte fest, dass Muskelanspannungen häufig bei innerer Unruhe, Stress und Angst auftreten. Gleichzeitig beobachtete E. Jacobson, dass sich emotionale und psychische Anspannungen deutlich reduzieren, wenn die Muskulatur entspannt ist. Muskuläre Entspannung führt zu einem Ruhegefühl. Entspannung im Sinne von “Abschalten” führte E. Jacobson zu der Erkenntnis, dass das gezielte Anspannen und abrupte Lösen einzelner Muskelgruppen die Entspannung auf körperlicher wie psychischer Ebene verbessert.

In den 1930er Jahren fand E. Jacobson heraus, dass geistige Aktivitäten immer mit einer geringen Muskelanspannung einhergehen. Wenn wir beispielsweise nachdenken, uns an etwas erinnern oder ein Bild vor unserem geistigen Auge entsteht, so werden die Muskeln angespannt, als ob wir tatsächlich etwas sagen (Sprechmuskeln) oder betrachten (Augenmuskeln) würden. E. Jacobson wies nach, dass wir im Umkehrschluss unsere geistige Aktivität reduzieren können, indem wir die Sprech- und Augenmuskulatur entspannen. Dies ist insbesondere dann hilfreich, wenn uns im Alltag das bekannte “Gedankenkarussell” wieder einmal nicht zur Ruhe kommen lässt.

Wirkungsweise der Progressiven Muskelentspannung

Entspannung in der Progressiven Muskelentspannung bedeutet das Aussetzen von Muskelkontraktionen. Eine gewisse Grundspannung im Körper ist lebensnotwendig, sie hält den Körper sozusagen zusammen. Bei körperlicher Anspannung, wie z.B. Sport steigt die muskuläre Spannung kurzfristig genauso an, wie bei psychischen Spannungszuständen, z.B. Stress, Angst. Ist dieser Zustand vorüber, nimmt die Muskelspannung ab und der Körper entspannt.

Wolken am Himmel brechen auf

Dieses Prinzip nimmt sich die Progressive Muskelentspannung zu Eigen, indem einzelne Muskelgruppen gezielt angespannt, die Spannung kurz gehalten und abrupt losgelassen wird. Die Muskeln sind nach der Anspannungsphase lockerer als vorher und ein psychisches Wohlbefinden stellt sich ein. Bei regelmäßigem Üben schulen wir die Körperwahrnehmung und können Verspannungen wahrnehmen und entgegen wirken, noch bevor Schmerzen entstehen.

Die Progressive Muskelentspannung zielt darauf ab, dass wir lernen, mit unseren Energien auf einer körperlichen Ebene besser hauszuhalten. Dadurch lassen sich spannungsbedingte Beschwerden wie Nervosität, Schlafstörungen, Depression und Ängste, aber auch Kopfschmerzen, Herz-Kreislauf-Probleme, Magen-Darm-Beschwerden und Verdauungsprobleme sowie Bluthochdruck reduzieren bzw. vermeiden. Durch regelmäßiges Training “lernen” die Muskeln, sich schneller zu entspannen. Wir entwickeln mehr Kraft, innere Ruhe und Gelassenheit, mit der sich Stresssituationen und Belastungen im Alltag leichter meistern lassen.

Wie lernt man Progressive Muskelentspannung am besten?

Progressive Muskelentspannung ist leicht erlernbar. Dennoch empfiehlt es sich, die Grundtechniken, die einer bestimmten Abfolge unterliegen, in einem Kurs zu erlernen. Im Kurs lernen Sie das Basisprogramm von Anfang an, so dass Sie später in der Lage sind, diese Entspannungstechnik jederzeit und überall eingeständig anzuwenden und Muskelentspannung herbeizuführen. Darüber hinaus erhalten Sie im Kurs Informationen und Tipps zu Abwandlungen,  z.B. gezielte Entspannung der Sprech- und Augenmuskulatur bei spannungsbedingten Kopfschmerzen. Sie haben die Möglichkeit, Ihren Trainingserfolg mit dem Kursleiter abzustimmen und Trainingserfahrungen mit den anderen Kursteilnehmern in ruhiger und entspannter Atmosphäre auszutauschen.